Früher anders genutzt
Viele Nebenräume wurden früher nur als Speisekammer, Abstellraum, Lagerraum oder Werkstatt verwendet und deshalb gar nicht dauerhaft beheizt.
Du hast ein älteres Haus oder eine Wohnung gekauft. Die Räume haben Charme, die Substanz passt – und dann kommt der erste kühle Herbst. Plötzlich stellst du fest: Im kleinen Arbeitszimmer, Gästezimmer oder Hobbyraum gibt es überhaupt keinen Heizkörper. Früher war das gar nicht so ungewöhnlich. Heute möchtest du den Raum aber tatsächlich nutzen. Muss deshalb gleich die komplette Heizungsanlage erweitert werden?
Stell dir vor: Du hast im Frühjahr ein älteres Haus gekauft. Die Küche wurde renoviert, das Wohnzimmer eingerichtet und aus einem kleinen ehemaligen Abstellraum soll endlich dein neues Homeoffice werden.
Im Sommer ist alles perfekt. Der Raum ist hell, ruhig und genau groß genug für Schreibtisch, Regal und Computer.
Dann kommt der Oktober.
Morgens sind es draußen nur noch wenige Grad. Wohnzimmer und Küche werden über die bestehende Heizung angenehm warm. Im neuen Büro dagegen bleibt es kühl.

Du schaust genauer hin und stellst fest:
Eine Steckdose ist vorhanden. Licht ebenfalls. Aber eine Heizungsleitung wurde offenbar nie in diesen Raum geführt.
Was früher vielleicht nur eine Abstellkammer, ein Vorratsraum oder ein selten genutztes Zimmer war, soll heute plötzlich täglich als Büro, Gästezimmer oder Hobbyraum dienen.
Und damit beginnt die eigentliche Frage:
Muss jetzt wirklich ein Installateur kommen und die bestehende Heizungsanlage bis in diesen Raum erweitern – oder gibt es eine einfachere Lösung?
Die Nutzung eines Hauses verändert sich über Jahrzehnte. Ein Raum, der heute als Homeoffice genutzt wird, war früher vielleicht eine Speisekammer, ein Lagerraum oder nur selten beheizt.
Viele Nebenräume wurden früher nur als Speisekammer, Abstellraum, Lagerraum oder Werkstatt verwendet und deshalb gar nicht dauerhaft beheizt.
Ein ehemaliger Nebenraum wird heute oft als Homeoffice, Gästezimmer oder Hobbyraum genutzt – mit ganz anderen Anforderungen an Komfort und Raumtemperatur.
In älteren Häusern fehlen dort oft Heizungsleitungen. Einen Heizkörper nachträglich einzubauen ist möglich, aber oft teuer, schmutzig und baulich aufwendig.
Wenn im Haus eine wassergeführte Heizungsanlage vorhanden ist, kann grundsätzlich auch ein zusätzlicher Heizkörper eine passende Lösung sein.
Je nach Gebäude kann das jedoch deutlich mehr bedeuten, als einfach einen Heizkörper an die Wand zu schrauben.
Es muss geklärt werden, wo sich vorhandene Heizungsleitungen befinden und wie der neue Raum eingebunden werden kann.
Je nach Gebäude müssen Wände, Böden oder Decken geöffnet beziehungsweise Leitungen sichtbar geführt werden.
Der neue Heizkörper muss fachgerecht in die vorhandene Heizungsanlage integriert werden.
Schlitze, Wandoberflächen oder Bodenbereiche müssen anschließend möglicherweise wieder geschlossen beziehungsweise renoviert werden.
Für einen dauerhaft vollwertig genutzten Wohnraum kann die Erweiterung der bestehenden Zentralheizung sinnvoll sein. Bei einem einzelnen kleinen Raum ist der bauliche Aufwand aber nicht immer attraktiv.
Genau hier wird eine elektrische Heizlösung interessant. Denn auch wenn in einem älteren Raum keine Heizungsleitungen liegen, ist eine elektrische Installation häufig bereits vorhanden.
Eine elektrische Heizung benötigt keine wasserführende Leitung zum Heizkessel. Dadurch kann sie insbesondere bei einzelnen nachträglich genutzten Räumen eine interessante Alternative zur Erweiterung einer Zentralheizung sein.
Interessant, wenn der Raum regelmäßig und über längere Zeit genutzt werden soll.
Interessant, wenn Wärme nur kurzfristig oder gezielt benötigt wird.
Genau diese Frage trennt die beiden Lösungen häufig besser als jede technische Tabelle.
Du arbeitest dort täglich, nutzt den Raum als Schlafzimmer oder möchtest ihn dauerhaft auf einer angenehmen Temperatur halten.
Dann ist ein Infrarot-Heizpaneel meist die interessantere Richtung.
Du bist beispielsweise ein- oder zweimal pro Woche in der Werkstatt oder nutzt den Raum nur für kurze Arbeiten.
Dann kann ein Infrarot-Heizstrahler besser zur Nutzung passen.
Ein Raum, der täglich acht Stunden genutzt wird, stellt andere Anforderungen als ein gleich großer Raum, in dem du nur eine Stunde pro Woche arbeitest.
Unser kleiner Raum wird inzwischen jeden Werktag genutzt. Morgens um acht startet der Arbeitstag, am Nachmittag wird der Computer wieder ausgeschaltet.
Hier wäre es wenig komfortabel, jeden Morgen in einem kalten Raum zu beginnen und nur punktuell den Schreibtisch anzustrahlen.
Eine dauerhafte, regelbare Heizlösung passt besser zur Nutzung.
Über eine geeignete Regelung kann der Raum zu den gewünschten Zeiten temperiert werden. Außerhalb der Nutzungszeiten kann die Solltemperatur entsprechend reduziert werden.
Die benötigte Heizleistung hängt dabei nicht nur von der Quadratmeterzahl ab. Dämmung, Außenwände, Fensterflächen, Raumhöhe und gewünschte Temperatur spielen ebenfalls eine Rolle.
Wie du Leistung, Stromverbrauch, Thermostat und Montage genauer planst, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Infrarotheizung richtig planen: Leistung, Stromverbrauch, Thermostat und Montage.
Jetzt ändern wir nur eine Sache: Der Raum ist kein Homeoffice, sondern eine kleine Werkstatt.
Du gehst vielleicht zweimal pro Woche hinein, reparierst etwas, arbeitest eine Stunde an der Werkbank und gehst danach wieder.
In diesem Fall muss nicht unbedingt der gesamte Raum viele Stunden lang temperiert werden.
Die Wärme wird schnell im bestrahlten Bereich spürbar und kann genau dann genutzt werden, wenn du dich im Raum aufhältst.
Das kann besonders bei Werkstätten, Hobbyräumen oder anderen zeitweise genutzten Bereichen interessant sein.
Ist die Entscheidung für ein Heizpaneel gefallen, geht es im nächsten Schritt um Leistung, Regelung, Montage und Design. Dafür stehen unterschiedliche Produktgruppen zur Verfügung.
Wenn du eine solide elektrische Heizlösung für Arbeitsräume, Gästezimmer oder regelmäßig genutzte Nebenräume suchst, sind klassische Heizpaneele oft ein guter Startpunkt.
Bleibt die Heizung sichtbar im Raum, spielt neben der Leistung auch die Optik eine Rolle. Dann sind Design-Paneele besonders interessant.
Wenn du eine bequeme Regelung und moderne Bedienung möchtest, sind smart geregelte Paneele eine interessante Lösung für den Alltag.
Welche Leistung erforderlich ist, hängt vom Raum und seinem Wärmebedarf ab. Das passende Modell sollte daher nicht ausschließlich nach Abmessungen oder Design gewählt werden.
Wenn du nicht jedes einzelne Produkt selbst zusammenstellen möchtest, können vorbereitete Sets ein praktischer Einstieg sein. Sie zeigen dir auf einen Blick, welche Kombination für einen bestimmten Einsatzzweck interessant sein kann.
Eine interessante Lösung für kleine regelmäßig genutzte Räume wie Homeoffice, Gästezimmer oder kleine Arbeitsräume. Das Set kombiniert Heizpaneel, Thermostat und passendes Installationsmaterial.
Wenn nicht der ganze Raum, sondern vor allem kalte Wandflächen, Raumecken oder kondensationsgefährdete Bereiche das Problem sind, kann dieses Set eine interessante Lösung sein.
Je nach Raum, Nutzung und baulicher Situation kann es sinnvoll sein, Stückzahlen oder Komponenten an den tatsächlichen Bedarf anzupassen.
Ein Heizstrahler verfolgt ein anderes Konzept als ein Heizpaneel. Statt einen Raum über längere Zeit zu temperieren, wird Strahlungswärme gezielt dort bereitgestellt, wo sie benötigt wird.
Ein Heizstrahler ist interessant, wenn ein Raum nur zeitweise genutzt wird und nicht dauerhaft auf Temperatur gehalten werden muss.
Wenn vor allem dein Arbeitsplatz, deine Werkbank oder ein bestimmter Bereich schnell angenehm warm werden soll, kann Strahlungswärme gut passen.
Typische Beispiele sind Werkstätten, Hobbyräume oder – je nach geeignetem Gerät und Montageort – auch Bereiche, in denen kurzfristig schnelle Zusatzwärme gefragt ist.
| Situation | Nutzung | Interessante Lösung |
|---|---|---|
| Homeoffice | mehrere Stunden täglich | Infrarot-Heizpaneel |
| Schlafzimmer | regelmäßig | Infrarot-Heizpaneel |
| Gästezimmer | regelmäßig oder zeitweise | Paneel mit geeigneter Regelung |
| Werkstatt | kurze Nutzungszeiten | Infrarot-Heizstrahler |
| Hobbyraum | gelegentlich | Paneel oder Heizstrahler je nach Nutzungsdauer |
| Wohnraum ohne Heizkörper | dauerhaft genutzt | Infrarot-Heizpaneel |
| Kalte Wand oder Ecke | lokales Oberflächenproblem | SICCO Wandtemperierung prüfen |
Elektrische Heizgeräte wandeln elektrische Energie unmittelbar in Wärme um. Für die laufenden Kosten sind deshalb vor allem drei Punkte entscheidend:
Ein Gerät mit höherer elektrischer Leistung benötigt während des Betriebs entsprechend mehr elektrische Energie.
Ein Heizgerät, das nur eine Stunde läuft, verursacht andere Kosten als eines, das täglich viele Stunden betrieben wird.
Ein Thermostat kann die Laufzeit reduzieren, indem die Heizung nur dann eingeschaltet wird, wenn Wärme tatsächlich benötigt wird.
Ein Heizgerät mit 1.000 Watt elektrischer Leistung benötigt bei einer Stunde durchgehendem Betrieb rechnerisch 1 kWh elektrische Energie.
Für die genaue Planung eines Heizpaneels solltest du nicht nur den Stromverbrauch, sondern auch den tatsächlichen Wärmebedarf des Raumes berücksichtigen.
Mehr dazu findest du in unserem ausführlichen Ratgeber: Infrarotheizung richtig planen.
Manchmal ist der Raum grundsätzlich ausreichend beheizt, aber eine einzelne Außenwand, Ecke oder Fläche hinter einem Möbelstück bleibt besonders kalt.
Wenn sich dort immer wieder Kondenswasser oder erhöhte Oberflächenfeuchtigkeit bildet, ist das eine andere Ausgangssituation als ein komplett unbeheizter Raum.
Der INFRAe² SICCO Anti-Schimmel-Heizer wurde für die Temperierung solcher kalten Wandbereiche entwickelt.
Bei eindringendem Wasser, aufsteigender Feuchtigkeit, Schäden an Abdichtungen oder anderen baulichen Ursachen muss die Ursache fachgerecht geklärt und behoben werden.
Mehrere Stunden täglich sprechen eher für ein regelbares Heizpaneel. Bei kurzen Nutzungszeiten kann ein Heizstrahler interessanter sein.
Wenn du dauerhaft eine angenehme Raumtemperatur möchtest, benötigst du ein anderes Konzept als für einen einzelnen Arbeitsplatz.
Oder ist nur eine bestimmte Außenwand beziehungsweise Ecke auffällig kalt? Dann kann eine lokale Wandtemperierung das passendere Thema sein.
Ein fehlender Heizkörper ist ein anderes Problem als eine schlechte Gebäudehülle, starke Wärmeverluste oder Feuchtigkeit. Je genauer die Ausgangssituation bekannt ist, desto besser lässt sich die passende Heizlösung auswählen.
Eine Möglichkeit ist die Erweiterung der bestehenden Zentralheizung. Alternativ können je nach Nutzung und elektrischen Voraussetzungen elektrische Heizlösungen wie Infrarot-Heizpaneele oder Heizstrahler interessant sein.
Ein Heizpaneel ist besonders interessant, wenn ein Raum regelmäßig und über mehrere Stunden genutzt wird und eine fest installierte, regelbare elektrische Heizlösung gewünscht ist.
Ein Heizstrahler kann gut zu Räumen passen, die nur gelegentlich genutzt werden oder in denen Wärme hauptsächlich kurzfristig und in einem bestimmten Aufenthaltsbereich benötigt wird.
Das hängt vor allem von der Nutzung ab. Für regelmäßige Raumtemperierung spricht eher ein Heizpaneel. Für kurze Aufenthalte und schnell spürbare Wärme kann ein Heizstrahler besser passen.
Das hängt vom tatsächlichen Wärmebedarf des Raumes und der Dimensionierung des Paneels ab. Dämmung, Außenflächen, Fenster, Raumgröße und gewünschte Temperatur müssen berücksichtigt werden.
Die benötigte Leistung lässt sich nicht allein aus der Quadratmeterzahl ableiten. Gebäudezustand, Dämmung, Außenwände, Fensterflächen, Raumhöhe und gewünschte Temperatur beeinflussen den Wärmebedarf.
Für eine bedarfsgerechte Raumtemperatur ist eine geeignete Temperaturregelung sinnvoll. Welche Regelung erforderlich beziehungsweise vorgesehen ist, hängt vom jeweiligen Heizsystem ab.
Der Verbrauch hängt von der elektrischen Leistung und der tatsächlichen Laufzeit ab. Ein Gerät mit 1.000 Watt benötigt bei einer Stunde voller Leistungsaufnahme rechnerisch 1 kWh elektrische Energie.
Wenn nicht der ganze Raum, sondern eine bestimmte Wandfläche besonders kalt und kondensationsgefährdet ist, kann eine gezielte Wandtemperierung interessant sein. Bei Feuchtigkeit müssen jedoch mögliche bauliche Ursachen berücksichtigt werden.
Ob Homeoffice, Gästezimmer, Hobbyraum oder Werkstatt: Entscheidend ist nicht nur die Raumgröße, sondern vor allem, wie häufig und wie lange du den Raum nutzen möchtest.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Produktauswahl. Ob eine elektrische Heizung für einen Raum geeignet ist und welche Leistung erforderlich ist, hängt von Gebäudezustand, Wärmebedarf, Nutzung und vorhandener elektrischer Installation ab. Anschlussart, Stromkreis, Leitungsdimensionierung und Schutzmaßnahmen müssen zum jeweiligen Gerät und zur vorhandenen Anlage passen. Arbeiten an der festen Elektroinstallation müssen entsprechend den geltenden gesetzlichen Vorgaben und technischen Regeln durch entsprechend qualifizierte beziehungsweise berechtigte Fachpersonen durchgeführt werden.
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