E-Rohr flex
Flexible Elektroinstallationsrohre lassen sich gut an typische Leitungsverläufe in Wand, Decke oder Boden anpassen.
- flexible Verlegung
- für zahlreiche Innenanwendungen
- verschiedene Rohrdurchmesser
- gut für typische Unterputzinstallationen
Leitungen durch ein Elektroinstallationsrohr zu ziehen klingt einfach – wird bei langen Strecken, mehreren Bögen oder mehreren Leitern aber schnell mühsam. Mit einer passenden Einziehfeder, sauber verlegten E-Rohren und geeignetem Kabelgleitmittel lässt sich der Arbeitsgang deutlich erleichtern. Oder Du nutzt gleich ein vorverdrahtetes E-Rohr, bei dem die passenden Leiter bereits im Rohr enthalten sind.
Elektroinstallationsrohre schaffen einen definierten Leitungsweg in Wand, Decke oder Boden. Je nach Bauart und Anwendung schützen sie Leitungen vor mechanischen Einwirkungen und erleichtern eine geordnete Leitungsführung.
Ein weiterer Vorteil: Bei entsprechend geplanter und ausreichend dimensionierter Rohrführung kann ein späterer Austausch oder eine Nachbelegung erleichtert werden.
Rohrdurchmesser, Rohrfüllung, Leitungstyp, Länge, Biegeradien und Anzahl der Richtungsänderungen bestimmen, ob später noch weitere Leitungen eingezogen oder vorhandene Leitungen ausgetauscht werden können.
Welches Elektroinstallationsrohr geeignet ist, hängt vom Einbauort, der mechanischen Beanspruchung und der vorgesehenen Installationsart ab.
Flexible Elektroinstallationsrohre lassen sich gut an typische Leitungsverläufe in Wand, Decke oder Boden anpassen.
Auch flexible NR-Ausführungen stehen für bestimmte Installationsanwendungen zur Verfügung. Die konkrete Eignung ergibt sich aus Produktdaten und Einsatzbereich.
Der Rohrdurchmesser sollte nicht nur danach gewählt werden, ob die Leitungen theoretisch hineinpassen. Auch Einziehbarkeit, Biegeradien, Leitungslänge und mögliche spätere Änderungen sollten berücksichtigt werden.
Das Rohr muss ausreichend Platz für die vorgesehenen Leiter beziehungsweise Kabel bieten.
Je länger die Strecke, desto größer wird in der Regel die Reibung beim Einziehen.
Viele oder enge Richtungsänderungen erhöhen den Widerstand deutlich.
Einführungen dürfen keine scharfen Kanten besitzen, die Leitung oder Einziehfeder beschädigen.
Ausreichende Reserve für späteren Anschluss und Verarbeitung einplanen.
Beide Rohrenden sollten möglichst gut erreichbar sein.
Gequetschte Rohre, zu enge Bögen oder schlecht ausgeführte Übergänge sind häufig die eigentliche Ursache, wenn eine Leitung kaum eingezogen werden kann.
Die Einziehfeder wird zunächst ohne Leitung durch das Installationsrohr geschoben. Am anderen Rohrende wird die einzuziehende Leitung mit der Feder verbunden. Anschließend wird die Feder zurückgezogen und nimmt die Leitung durch das Rohr mit.
Eine Glasfaser-Einziehfeder verbindet eine gewisse Steifigkeit zum Schieben mit ausreichender Flexibilität für Rohrbögen.
Eine Glasfaser-Einziehfeder ist nicht pauschal für jede Situation besser als eine Metallausführung. Rohrverlauf, Länge und persönliches Arbeitsverfahren entscheiden, welche Einziehhilfe am besten geeignet ist.
Bei langen Rohrstrecken oder mehreren Richtungsänderungen kann die Reibung zwischen Leitung und Rohrinnenwand stark ansteigen. Ein dafür geeignetes Kabelgleitmittel reduziert diese Reibung.
Mit zunehmender Rohrlänge steigt die Kontaktfläche zwischen Leitung und Rohr.
Jede Richtungsänderung erhöht die Reibung beim Ziehen.
Leitungen können sich zusätzlich gegenseitig behindern und verdrehen.
Je weniger freier Raum vorhanden ist, desto wichtiger wird eine saubere Planung.
Ein geeignetes Gleitmittel kann den notwendigen Zugaufwand deutlich reduzieren und dadurch auch die Belastung der Leitung verringern.
Verwende nur Gleitmittel, das für die eingesetzten Kabel- beziehungsweise Leitungswerkstoffe geeignet ist. Ungeeignete Schmierstoffe können Isolations- oder Mantelmaterialien beeinträchtigen.
Der Übergang zwischen Einziehfeder und Leitung sollte zugfest, gleichzeitig aber möglichst schlank und glatt ausgeführt werden.
Bei mehreren Leitungen sollten die Enden nicht alle an derselben Stelle eine dicke Kante bilden.
Die vorgesehene Öse beziehungsweise Zugaufnahme der Feder verwenden.
Der Zugkopf sollte keine hervorstehenden Kanten besitzen.
Geeignetes Klebeband oder eine dafür vorgesehene Zugverbindung kann den Übergang glätten und sichern.
Eine unnötig große Verbindung kann selbst bei ausreichend dimensioniertem Rohr an Übergängen oder Bögen hängen bleiben.
Prüfen, ob das Installationsrohr durchgängig, unbeschädigt und ausreichend dimensioniert ist.
Die Einziehfeder vorsichtig durch das Rohr führen, bis sie am anderen Ende herauskommt.
Benötigte Leitungslänge mit ausreichender Reserve bereitstellen und ohne Knoten beziehungsweise Verdrehungen auslegen.
Eine sichere, möglichst schlanke und glatte Zugverbindung herstellen.
Geeignetes Kabelgleitmittel entsprechend der Produktanleitung verwenden.
Die Einziehfeder kontrolliert und ohne ruckartige Gewalt zurückziehen.
Am anderen Ende dafür sorgen, dass die Leitung sauber ins Rohr läuft und sich nicht verdreht oder verhakt.
Kontrollieren, ob Mantel beziehungsweise Isolierung sichtbare Schäden aufweisen und ausreichend Anschlussreserve vorhanden ist.
Steigt der Widerstand plötzlich stark an, sollte zuerst die Ursache gefunden werden. Übermäßige Zugkraft kann Leitung, Einziehfeder, Rohr oder Verbindungsstelle beschädigen.
Bei längeren oder anspruchsvolleren Strecken verbessert eine zweite Person den Ablauf erheblich.
Wenn die Leitung am Rohreingang sauber nachgeführt wird, sinkt die Reibung und die Verbindung an der Einziehfeder wird weniger stark belastet.
Manchmal löst sich die Leitung aus einem ungünstigen Bogen, wenn sie kurz zurückgeführt wird.
Eine kontrollierte leichte Drehbewegung kann bei bestimmten Situationen helfen.
Bei hoher Reibung kann geeignetes Kabelgleitmittel den Einzug erleichtern.
Eine zu dicke oder kantige Verbindung kann an Rohrübergängen hängen bleiben.
Ein gequetschtes oder beschädigtes Rohr kann die Ursache sein.
Möglicherweise ist das Rohr für Anzahl und Dimension der Leitungen zu knapp ausgelegt.
Wenn sich eine Leitung nur mit großer Kraft bewegen lässt, sollte nicht einfach weitergezogen werden. Die Ursache sollte geklärt werden, bevor Leitung oder Rohr beschädigt werden.
Wer den Arbeitsschritt des Kabeleinziehens vollständig vermeiden möchte, kann auf vorverdrahtete Elektroinstallationsrohre zurückgreifen.
Bei diesen Rohren befinden sich die vorgesehenen Adern beziehungsweise Leitungen bereits werkseitig im flexiblen Installationsrohr. Das Rohr wird als fertige Einheit verlegt.
In unserem eigenen Ratgeber erklären wir ausführlich, wie vorverdrahtete Installationsrohre funktionieren, für welche Projekte sie interessant sind und wo sie besonders viel Arbeitszeit sparen können.
| Eigenschaft | Leerrohr + selbst einziehen | Vorverdrahtetes E-Rohr |
|---|---|---|
| Leiterwahl | sehr flexibel | durch gewählte Variante vorgegeben |
| Einziehvorgang | erforderlich | entfällt |
| Einziehfeder | häufig erforderlich | nicht für die Erstverlegung erforderlich |
| Kabelgleitmittel | bei schwierigen Strecken hilfreich | für den werkseitig enthaltenen Leiter nicht nötig |
| Arbeitszeit | höher | deutlich reduziert |
| Planung vorab | flexibler | Aderzahl und Querschnitt müssen vorher feststehen |
| Standardinstallationen | gut geeignet | besonders interessant |
| Sonderlösungen | oft flexibler | abhängig von verfügbaren Varianten |
Bei Neubau, Wohnungsbau oder größeren Projekten kann der eingesparte Einziehvorgang über viele Leitungsstrecken hinweg einen erheblichen Arbeitsvorteil bringen.
Einziehhilfe zum Durchführen und anschließenden Einziehen von Leitungen in Installationsrohren.
Hilft dabei, Reibung zwischen Leitung und Rohrinnenwand bei schwierigen Einziehstrecken zu reduzieren.
Flexible Installationsrohre für verschiedene klassische Leitungswege.
Weitere flexible Rohrvarianten für geeignete Installationsanwendungen.
Vorverdrahtete Elektroinstallationsrohre für Projekte, bei denen der separate Einziehvorgang entfallen soll.
Leitungen passen zwar hinein, lassen sich aber nur noch schwer einziehen.
Der Zugwiderstand steigt stark an und die Leitung kann hängen bleiben.
Eine beschädigte Rohrstelle reduziert den freien Querschnitt.
Die Verbindung bleibt an einem Bogen oder Übergang hängen.
Leitung, Rohr oder Einziehfeder können beschädigt werden.
Materialien werden verwendet, die nicht für Kabelisolierungen vorgesehen sind.
Schlaufen und Verdrehungen erhöhen den Widerstand unnötig.
Bei vielen Standardstrecken wird Zeit mit Einziehen verbraucht, obwohl eine passende vorkonfektionierte Rohrvariante verfügbar wäre.
Zuerst wird eine Einziehfeder durch das Rohr geführt. Anschließend wird die Leitung an der Feder befestigt und kontrolliert durch das Rohr gezogen. Bei schwierigen Strecken kann geeignetes Kabelgleitmittel helfen.
Bei sehr kurzen und geraden Rohrstücken kann sich eine Leitung manchmal direkt einschieben lassen. Bei längeren Strecken und Bögen ist eine Einziehfeder in der Regel deutlich praktischer.
Eine Glasfaser-Einziehfeder ist eine Einziehhilfe mit einem flexiblen, gleichzeitig ausreichend steifen Trägermaterial. Sie wird zuerst durch das Rohr geschoben und anschließend zum Einziehen der Leitung verwendet.
Die Leitung wird an der dafür vorgesehenen Öse beziehungsweise Zugaufnahme befestigt. Die Verbindung sollte zugfest, möglichst schlank und ohne hervorstehende Kanten ausgeführt werden.
Kabelgleitmittel ist besonders bei langen Rohrstrecken, mehreren Bögen, hoher Rohrfüllung oder erhöhtem Zugwiderstand hilfreich.
Es sollte nur ein Gleitmittel verwendet werden, das ausdrücklich für Kabel und Leitungen geeignet ist. Ungeeignete Mittel können Materialien angreifen oder unerwünschte Rückstände hinterlassen.
Häufige Ursachen sind ein zu kleiner Rohrdurchmesser, enge Bögen, gequetschte Rohre, eine zu dicke Zugverbindung oder eine hohe Rohrfüllung.
Bei vorverdrahteten E-Rohren befinden sich die vorgesehenen elektrischen Leiter bereits werkseitig im flexiblen Installationsrohr. Dadurch entfällt das separate Einziehen bei der Erstinstallation.
E-Rohr flex-VV bezeichnet die vorverdrahteten flexiblen Elektroinstallationsrohre im elektro-24.at Sortiment. Je nach Ausführung sind unterschiedliche Leiterbestückungen und Rohrdimensionen verfügbar.
Ein Leerrohr bietet mehr Flexibilität bei der Auswahl der einzuziehenden Leiter. Ein vorverdrahtetes E-Rohr spart dagegen den kompletten Einziehvorgang und kann bei Standardinstallationen deutlich Arbeitszeit sparen.
Das hängt von Rohrdimension, vorhandener Belegung, Leitungsquerschnitt und Rohrverlauf ab. Die Möglichkeit einer zusätzlichen Belegung sollte deshalb nicht pauschal vorausgesetzt werden.
Grundsätzlich können je nach Rohrdimension und geplanter Installation mehrere Leiter beziehungsweise Leitungen gleichzeitig eingezogen werden. Rohrfüllung, Querschnitte, Verlegebedingungen und Einziehbarkeit müssen berücksichtigt werden.
Zuerst sollten Rohrverlauf, Bögen und mögliche Beschädigungen kontrolliert werden. Mehr Kraft ist nicht automatisch die richtige Lösung.
Verwende ausreichend große Rohre, saubere Rohrenden, geeignete Biegeradien, eine schlanke Zugverbindung und ziehe kontrolliert ohne übermäßige Kraft.
Mechanische Vorarbeiten und das Einziehen müssen zum geplanten elektrischen System passen. Auswahl von Leitungstyp, Querschnitt, Schutzmaßnahmen, Verdrahtung, Anschluss und abschließende Prüfung der festen Elektroinstallation müssen entsprechend den geltenden Anforderungen durch qualifizierte beziehungsweise berechtigte Fachpersonen erfolgen.
Nutze Einziehfeder und Kabelgleitmittel für klassische Leerrohrinstallationen – oder entscheide Dich für E-Rohr flex-VV, wenn die benötigten Leiter bereits werkseitig im Installationsrohr enthalten sein sollen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Produktauswahl. Rohrdimension, Leitungsart, Leiterquerschnitt, Verlegeart, Anzahl belasteter Leiter und zulässige Rohrbelegung müssen zum jeweiligen Projekt passen. Das mechanische Einziehen von Leitungen ersetzt keine fachgerechte elektrische Planung. Auswahl, Anschluss, Schutzmaßnahmen, Inbetriebnahme und Prüfung der festen Elektroinstallation müssen entsprechend den geltenden gesetzlichen Vorgaben und technischen Regeln durch entsprechend qualifizierte beziehungsweise berechtigte Fachpersonen erfolgen.
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