60 Watt Heizleistung
Jedes Modul besitzt eine elektrische Leistungsaufnahme von 60 Watt.
Schimmel entsteht häufig dort, wo feuchte Raumluft auf kalte Wandoberflächen trifft. Der INFRAe² Anti-Schimmel-Heizer SICCO erwärmt gefährdete Wandbereiche gezielt und kann dadurch helfen, Oberflächenkondensation und erneuter Schimmelbildung vorzubeugen. Erfahre, wann diese Lösung sinnvoll ist, wie das modulare System funktioniert und wo ihre Grenzen liegen.
Schimmel benötigt Feuchtigkeit. In Wohnräumen entsteht diese Feuchtigkeit häufig durch Duschen, Kochen, Wäschetrocknen, Atmung und andere alltägliche Aktivitäten.
Problematisch wird es, wenn feuchte Raumluft auf besonders kalte Wandflächen trifft. Dort steigt die relative Feuchtigkeit direkt an der Oberfläche stark an. Wird die Oberfläche regelmäßig oder dauerhaft feucht, entstehen günstige Bedingungen für Schimmelwachstum.
Warme, feuchte Raumluft + kalte Wand = erhöhte Oberflächenfeuchte
Genau hier setzt eine gezielte Temperierung der Wandoberfläche an.
Bei Wasserschäden, undichten Leitungen, aufsteigender Feuchtigkeit, undichtem Mauerwerk oder anderen baulichen Schäden reicht eine Oberflächenerwärmung nicht aus. Die Feuchteursache muss zuerst gefunden und behoben werden.
Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte Luft. Kühlt feuchte Raumluft an einer kalten Wand ab, steigt dort die relative Luftfeuchtigkeit.
Wird die Oberfläche kalt genug, kann schließlich Wasser kondensieren. Aber auch ohne sichtbare Tropfen kann eine dauerhaft sehr hohe Oberflächenfeuchte Schimmelwachstum begünstigen.
Duschen, Kochen, Pflanzen, Menschen und Wäschetrocknen geben Wasserdampf an die Raumluft ab.
Außenwände, Gebäudeecken und Wärmebrücken besitzen häufig niedrigere Oberflächentemperaturen.
Direkt an der Wand steigt dadurch die relative Feuchtigkeit.
Hohe Oberflächenfeuchtigkeit schafft günstige Wachstumsbedingungen für Schimmelpilze.
Wird eine besonders kalte Wandfläche gezielt erwärmt, sinkt dort bei gleicher Raumluftfeuchtigkeit die relative Oberflächenfeuchte. Genau dieses Prinzip nutzt der SICCO Anti-Schimmel-Heizer.
Der INFRAe² SICCO ist ein schlankes elektrisches Heizmodul, das in Bodennähe vor beziehungsweise an einer gefährdeten Wandfläche montiert oder aufgestellt wird.
Die abgegebene Wärme erhöht die Temperatur der angrenzenden Wandoberfläche und unterstützt gleichzeitig eine leichte Luftbewegung entlang der Wand.
Jedes Modul besitzt eine elektrische Leistungsaufnahme von 60 Watt.
Die Wärme wird unmittelbar im Bereich der gefährdeten Wandfläche abgegeben.
Ein Modul ist laut Produktangaben für einen Wirkungsbereich von bis zu etwa 1,5 laufenden Metern ausgelegt.
Ein Basismodul kann mit bis zu vier zusätzlichen Erweiterungsmodulen kombiniert werden.
Das System kann abhängig von der Situation an der Wand befestigt oder mit den mitgelieferten Standfüßen verwendet werden.
Das Basismodul wird über einen Schutzkontakt-Stecker mit Strom versorgt.
Seine Hauptaufgabe ist nicht, einen kompletten Raum auf Komforttemperatur zu bringen. Er soll gezielt eine problematische Wandzone temperieren.
Eine Gebäudeecke bleibt deutlich kälter als die übrigen Wände und zeigt regelmäßig Kondensationsprobleme.
Fehlende Luftzirkulation führt an einer kalten Außenwand hinter Möbeln zu erhöhter Oberflächenfeuchte.
Eine kalte Wand wird zeitweise durch warme, feuchte Luft belastet und zeigt oberflächennahe Feuchtigkeit.
Wenig beheizte Räume mit kalten Außenflächen können von einer lokalen Wandtemperierung profitieren.
Wärmebrücken im Bereich von Laibungen oder angrenzenden Wandflächen können zu lokalen Problemen führen.
Bekannte Problemstellen können bereits temperiert werden, bevor erneut sichtbares Kondenswasser entsteht.
Hier muss zunächst die bauliche Ursache behoben werden.
In diesen Fällen ist eine fachkundige Beurteilung sinnvoll beziehungsweise erforderlich.
Ein Anti-Schimmel-Heizer ist vor allem für kondensationsbedingte Problemstellen interessant. Bereits vorhandener Befall muss fachgerecht behandelt und seine Ursache geklärt werden.
Das Basismodul bildet den Anfang jeder SICCO-Installation. Es besitzt einen eigenen Netzanschluss und Ein-/Aus-Schalter und kann allein oder zusammen mit mehreren Erweiterungen betrieben werden.
Der SICCO besitzt die Schutzart IP20. Er ist daher nicht für direkt nasse Bereiche, Spritzwasserzonen oder den ungeschützten Außenbereich vorgesehen.
Die SICCO Erweiterung besitzt ebenfalls 60 Watt und wird direkt mit dem Basismodul beziehungsweise einer weiteren Erweiterung verbunden.
Ein Basismodul kann mit bis zu vier Erweiterungen verbunden werden. Dadurch lässt sich die beheizte Wandzone schrittweise vergrößern.
| Aufbau | Gesamtleistung | Orientierungswert Wirkungsbereich |
|---|---|---|
| 1 × Basis | 60 W | bis ca. 1,5 lfm |
| 1 × Basis + 1 × Erweiterung | 120 W | bis ca. 3,0 lfm |
| 1 × Basis + 2 × Erweiterungen | 180 W | bis ca. 4,5 lfm |
| 1 × Basis + 3 × Erweiterungen | 240 W | bis ca. 6,0 lfm |
| 1 × Basis + 4 × Erweiterungen | 300 W | bis ca. 7,5 lfm |
Die tatsächliche Wirkung hängt von Wandaufbau, Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Wärmebrücke, Positionierung und weiteren Umgebungsbedingungen ab.
Der Heizer sollte möglichst dort eingesetzt werden, wo die niedrige Oberflächentemperatur beziehungsweise Kondensationsgefahr tatsächlich auftritt.
Das Gerät möglichst nah an der betroffenen Wandzone platzieren.
Bei längeren betroffenen Bereichen können mehrere Module sinnvoll sein.
Vorhänge, Kartons oder andere Gegenstände dürfen das Heizgerät nicht verdecken.
Zwischen Möbeln und Wand sollte ausreichend Luft zirkulieren können.
Aufgrund IP20 nicht in direkt feuchten oder spritzwassergefährdeten Bereichen verwenden.
Ausreichenden Abstand zu empfindlichen Materialien und Gegenständen entsprechend Herstellerangaben einhalten.
Das Gerät erreicht konstruktionsbedingt erhöhte Oberflächentemperaturen. Abstände, Montageposition und Herstelleranleitung müssen eingehalten werden. Das Gerät darf nicht abgedeckt werden.
Jedes SICCO-Modul besitzt eine Leistungsaufnahme von 60 Watt beziehungsweise 0,06 Kilowatt.
Bei acht Stunden Betrieb pro Tag:
0,06 kW × 8 h = 0,48 kWh pro Tag
Bei 30 Tagen wären das rund 14,4 kWh.
Bei acht Stunden Betrieb pro Tag:
0,12 kW × 8 h = 0,96 kWh pro Tag
Bei 30 Tagen wären das rund 28,8 kWh.
Multipliziere den Verbrauch in kWh mit Deinem persönlichen Strompreis. Die tatsächliche Laufzeit sollte an Problemstelle, Raumklima und gewünschte Temperierung angepasst werden.
Das Basismodul besitzt einen Ein-/Aus-Schalter, aber keinen integrierten Raumthermostat und keine eigene WLAN-Steuerung.
Eine zusätzliche geeignete Steuerung kann sinnvoll sein, wenn das System nicht dauerhaft laufen soll.
Der Betrieb kann auf typische kritische Zeiträume begrenzt werden.
Eine geeignete Thermoschaltlösung kann abhängig von der Raumtemperatur schalten.
Bei geeigneter Schaltleistung kann eine kompatible Schaltsteckdose Zeitprogramme oder Fernsteuerung ermöglichen.
Ein Hygrometer hilft, Raumtemperatur und relative Luftfeuchtigkeit parallel zu beobachten.
Nur die Raumtemperatur zu messen reicht zur Bewertung einer Schimmelproblemstelle häufig nicht aus. Ein Hygrometer liefert zusätzliche Informationen über die Feuchtebelastung.
Keller sind typische Problemzonen, weil Wandoberflächen besonders im Sommer deutlich kühler als die Außenluft sein können.
Strömt warme und feuchte Sommerluft in einen kalten Keller, kann die relative Luftfeuchtigkeit beim Abkühlen stark ansteigen. An besonders kalten Wandflächen kann dadurch Kondensationsfeuchtigkeit entstehen.
Ist die Außenluft warm und feucht und der Keller deutlich kälter, kann Lüften die Feuchtigkeit im Keller sogar erhöhen. Zeitpunkt und Außenbedingungen sollten deshalb berücksichtigt werden.
Große Möbel unmittelbar vor einer kalten Außenwand reduzieren die Luftbewegung. Gleichzeitig erreicht die Raumwärme diese Wandfläche schlechter.
Dadurch kann die Wand hinter dem Möbelstück deutlich kälter bleiben als der restliche Raum.
Ein Abstand zur Außenwand verbessert die Luftzirkulation.
Besonders gefährdete Ecken können deutlich kühler sein als die Raumluft vermuten lässt.
Regelmäßiges bedarfsgerechtes Lüften reduziert die Feuchtelast im Raum.
Bei einer konstruktiv kalten Wand kann eine gezielte zusätzliche Erwärmung helfen, die Oberflächenfeuchte zu reduzieren.
Die beste Wirkung entsteht, wenn Oberflächentemperatur und Raumluftfeuchtigkeit gemeinsam verbessert werden.
Nach Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen sollte überschüssige Feuchtigkeit abgeführt werden.
Ein kurzer intensiver Luftwechsel ist häufig sinnvoller als dauerhaft gekippte Fenster.
Sehr kalte Wandoberflächen erhöhen das Risiko hoher Oberflächenfeuchtigkeit.
Die relative Luftfeuchtigkeit lässt sich damit einfach beobachten.
Außenwände sollten nicht vollständig von großen Möbeln abgeschirmt werden.
Kommt die Feuchtigkeit trotz angepasstem Verhalten immer wieder, sollte die Bausituation geprüft werden.
Für längere Problemzonen bietet sich das fertige SICCO Set mit insgesamt 120 Watt an. Es kombiniert ein Basismodul mit einer Erweiterung und erspart die separate Zusammenstellung der beiden Komponenten.
Das Set eignet sich für eine längere gefährdete Wandzone und kombiniert zwei 60-Watt-Module zu einem abgestimmten System.
Ausgehend von den Produktangaben der einzelnen Module ergibt sich bei zwei Modulen ein Orientierungswert von bis zu etwa 3 laufenden Metern.
Wer bereits eine längere kalte Außenwand oder zwei angrenzende Problemzonen temperieren möchte, erhält Basis und Erweiterung direkt gemeinsam.
Das eigenständig betreibbare Basismodul für eine einzelne gefährdete Wandzone.
Erweiterungsmodul für ein vorhandenes SICCO-Basissystem.
Basis und Erweiterung gemeinsam für eine längere Problemzone.
Eine undichte Wand oder Wasserleitung wird lediglich zusätzlich beheizt.
Die Wand wird temperiert, der bereits vorhandene Befall aber nicht fachgerecht behandelt.
Die kritische Wandzone wird nicht ausreichend temperiert.
Möbel, Vorhänge oder Gegenstände behindern Wärmeabgabe und Luftbewegung.
Die Luftfeuchtigkeit bleibt dauerhaft hoch, obwohl die Wand lokal erwärmt wird.
Das Gerät wird in einem Bereich mit direktem Spritzwasser oder ungeeigneter Feuchtebelastung eingesetzt.
Die eigentliche Problemstelle an der Wand bleibt deutlich kälter.
Eine längere Problemzone wird nur punktuell temperiert.
Ein Anti-Schimmel-Heizer temperiert gezielt kalte Wandbereiche. Dadurch kann die Oberflächentemperatur steigen und das Risiko kondensationsbedingter Feuchtigkeit reduziert werden.
Der SICCO ist in erster Linie zur Temperierung gefährdeter Wandflächen und zur Vorbeugung erneuter kondensationsbedingter Feuchtigkeit gedacht. Bereits vorhandener Schimmel muss fachgerecht behandelt und seine Ursache geklärt werden.
Bei oberflächlicher Feuchtigkeit durch Kondensation kann eine Erwärmung der Wand sinnvoll sein. Bei eindringendem Wasser, aufsteigender Feuchte oder anderen baulichen Ursachen muss die Ursache selbst behoben werden.
Das Basis- und das Erweiterungsmodul besitzen jeweils eine Leistungsaufnahme von 60 Watt.
Der Hersteller gibt einen Wirkungsbereich von bis zu etwa 1,5 laufenden Metern pro Modul an. Die tatsächliche Wirkung hängt von der jeweiligen Bausituation ab.
Ja. Ein SICCO-Basismodul kann mit bis zu vier Erweiterungsmodulen kombiniert werden.
Ein Basismodul mit 60 Watt und eine Erweiterung mit 60 Watt ergeben gemeinsam 120 Watt Gesamtleistung.
Ja. Das System kann freistehend oder an der Wand montiert werden. Passende Standfüße sind bei den Modulen enthalten.
Der SICCO besitzt die Schutzart IP20 und ist daher nicht für Bereiche mit direkter Feuchte- oder Spritzwasserbelastung vorgesehen. Der konkrete Montageort muss zu den Herstellerangaben passen.
Bei kalten Kellerwänden und kondensationsbedingter Oberflächenfeuchtigkeit kann eine lokale Wandtemperierung sinnvoll sein. Bei eindringender oder aufsteigender Feuchtigkeit reicht sie dagegen nicht aus.
Bei acht Stunden Betrieb werden ungefähr 0,48 kWh Strom verbraucht. Die tatsächlichen Kosten ergeben sich aus der Laufzeit und Deinem persönlichen Strompreis.
Das Basismodul kann über seinen Ein-/Aus-Schalter betrieben werden und besitzt keinen integrierten Raumthermostat. Eine zusätzliche geeignete Steuerung kann je nach gewünschter Betriebsweise sinnvoll sein.
Nein. Er kann die betroffene Oberfläche erwärmen und damit die Auswirkungen einer kalten Wandzone reduzieren. Die konstruktive Wärmebrücke selbst wird dadurch nicht beseitigt.
Ja. Eine angemessene Raumluftfeuchtigkeit bleibt wichtig. Der Heizer und bedarfsgerechtes Lüften ergänzen sich bei kondensationsbedingten Problemen.
Bei größeren Flächen, wiederkehrendem starkem Befall oder unklarer Feuchteursache sollte das Problem fachkundig beurteilt und die Ursache behoben werden.
Wähle das einzelne 60-Watt-Basismodul, passende Erweiterungen oder das fertige 120-Watt-Set für längere gefährdete Wandbereiche.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Produktauswahl. Schimmel kann unterschiedliche Ursachen haben. Ein Anti-Schimmel-Heizer kann insbesondere bei kalten Wandoberflächen und kondensationsbedingter Feuchtigkeit unterstützend wirken, ersetzt jedoch keine Sanierung von Wasserschäden, undichten Bauteilen, aufsteigender Feuchte oder anderen baulichen Ursachen. Bei größerem, wiederkehrendem oder gesundheitlich relevantem Schimmelbefall sollte die Ursache fachkundig untersucht und der Befall sachgerecht beseitigt werden. Herstellerangaben zu Montage, Abständen, Schutzart und Betrieb des Heizgeräts sind einzuhalten.
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