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Ohne großen Umbau Energie sparen

Strom sparen im Haushalt: 3 Maßnahmen, die sofort wirken

Du möchtest Deinen Stromverbrauch senken, ohne Geräte auszutauschen oder die gesamte Elektroinstallation umzubauen? Mit gezieltem Messen, effizienter LED-Beleuchtung und einer bedarfsgerechten Heizungssteuerung kannst Du unnötigen Energieverbrauch erkennen und dauerhaft reduzieren.

Das Wichtigste auf einen Blick
  • Stromverbrauch zuerst messen statt schätzen
  • unnötige Standby-Zeiten gezielt vermeiden
  • häufig genutzte Leuchten auf LED umstellen
  • Heizung nur nach tatsächlichem Bedarf betreiben
Kleine Dauerverbräuche sichtbar machen

Warum lohnt sich Stromsparen auch bei kleinen Geräten?

Ein einzelnes Gerät mit wenigen Watt Leistungsaufnahme wirkt zunächst unbedeutend. Läuft es jedoch rund um die Uhr, summiert sich der Verbrauch über das Jahr.

Besonders interessant sind Geräte, die lange eingeschaltet bleiben, obwohl sie nur selten aktiv genutzt werden. Dazu können Fernseher, Receiver, Spielekonsolen, Drucker, Lautsprecher, Ladegeräte oder Bürogeräte gehören.

  • Dauerverbraucher identifizieren
  • Leistungsaufnahme im Betrieb und Standby messen
  • Nutzungszeiten realistisch beurteilen
  • nur geeignete Geräte vollständig abschalten
  • Einsparung mit dem Eigenverbrauch der Steuerung vergleichen
Einfache Rechenhilfe

1 Watt Dauerleistung entspricht rund 8,76 kWh pro Jahr.

  • 2 W entsprechen rund 17,5 kWh
  • 5 W entsprechen rund 43,8 kWh
  • 10 W entsprechen rund 87,6 kWh
 
Nicht jedes Gerät im Standby ist ein großer Stromfresser

Neue Geräte unterliegen strengeren Verbrauchsgrenzen. Netzwerkgeräte, ältere Unterhaltungselektronik und Geräte mit dauerhafter Verbindung können dennoch mehr benötigen. Deshalb gilt: zuerst messen, anschließend entscheiden.

Einfach beginnen und dauerhaft sparen

Die drei wichtigsten Maßnahmen

Diese drei Bereiche lassen sich in vielen Haushalten ohne umfassenden Umbau optimieren.

01

Standby-Verbrauch messen und vermeiden

Miss den Verbrauch Deiner Geräte und schalte nur jene vollständig ab, die keine dauerhafte Funktion erfüllen müssen.

Standby-Verbrauch reduzieren
02

Beleuchtung auf LED umstellen

Ersetze häufig genutzte Glüh- und Halogenlampen durch passende LED-Leuchtmittel und reduziere unnötige Brennzeiten.

Beleuchtung optimieren
03

Heizung bedarfsgerecht regeln

Nutze Raumthermostate, Zeitpläne und passende Solltemperaturen, damit nur dann geheizt wird, wenn Wärme benötigt wird.

Heizung richtig steuern
 
Beginne dort, wo Leistung und Laufzeit hoch sind

Eine kleine Ersparnis bei einem Gerät mit sehr kurzer Nutzung bringt weniger als eine gezielte Optimierung bei Beleuchtung, Elektroheizung, Warmwasser oder einem echten Dauerverbraucher.

Maßnahme 1

Standby-Verbrauch gezielt reduzieren

Standby bezeichnet einen Zustand, in dem ein Gerät mit dem Stromnetz verbunden bleibt, obwohl seine Hauptfunktion nicht aktiv genutzt wird. Dabei können Anzeige, Fernbedienung, Netzwerkverbindung oder interne Elektronik weiterhin Energie benötigen.

Häufig abschaltbar

Geräte ohne notwendige Dauerfunktion

  • ältere Fernseher und Receiver
  • Soundbar und Aktivlautsprecher
  • Spielekonsole bei längerer Nichtbenutzung
  • Drucker ohne benötigte Netzwerkbereitschaft
  • Monitor und Büro-Peripherie
  • Ladegeräte nach dem Ladevorgang
Nicht pauschal abschalten

Geräte mit dauerhafter Aufgabe

  • Kühlschrank und Gefrierschrank
  • Router bei Telefonie oder Smart Home
  • Alarm- und Sicherheitssysteme
  • Smart-Home-Zentralen
  • Geräte mit wichtigen Zeitprogrammen
  • medizinische oder überwachende Geräte
Standby-Verbrauch ist nicht gleich Bereitschaftsnutzen

Ein Router, der Telefonie, Alarmanlage oder Heizungssteuerung verbindet, erfüllt auch nachts eine Funktion. Hier sollte geprüft werden, ob wirklich abgeschaltet werden kann oder lediglich einzelne Zusatzgeräte entbehrlich sind.

Messen statt vermuten

Wie findet man Stromfresser?

Mit einem Energiekostenmessgerät oder einem geeigneten Smart Plug mit Verbrauchsmessung kannst Du die Leistungsaufnahme steckerfertiger Geräte kontrollieren.

01

Gerät direkt anschließen

Stecke das Messgerät direkt in eine geeignete Wandsteckdose und anschließend den zu prüfenden Verbraucher ein.

02

Standby-Leistung ablesen

Miss, wie viel Leistung das Gerät im ausgeschalteten oder inaktiven Zustand benötigt.

03

Betrieb über längere Zeit messen

Bei Kühlschrank, Waschmaschine oder Unterhaltungselektronik ist eine Messung über mehrere Stunden oder Tage aussagekräftiger als ein kurzer Momentwert.

04

Jahresverbrauch hochrechnen

Nutze den gemessenen Verbrauch und Deine tatsächlichen Nutzungszeiten für eine realistische Berechnung.

05

Abschalten oder weiterbetreiben

Vergleiche Einsparung, Komfort, benötigte Dauerfunktionen und den Eigenverbrauch einer möglichen Smart-Home-Lösung.

 
Messgeräte besitzen eine maximale Belastbarkeit

Heizgeräte, Boiler, Kochgeräte oder andere leistungsstarke Verbraucher dürfen nur angeschlossen werden, wenn Messgerät, Steckdose und Stromkreis ausdrücklich dafür geeignet sind.

Automatisch schalten und Verbrauch kontrollieren

Wann lohnt sich ein Smart Plug?

Ein Smart Plug kann Geräte zeitgesteuert, per App oder innerhalb einer Automation schalten. Modelle mit Messfunktion zeigen zusätzlich Leistungsaufnahme und Energieverbrauch an.

01

Zeitprogramme

Geräte werden nur während festgelegter Nutzungszeiten mit Strom versorgt.

02

Verbrauchsmessung

Leistung und Energieverbrauch können direkt kontrolliert und ausgewertet werden.

03

Fernsteuerung

Geeignete Geräte können auch unterwegs kontrolliert und geschaltet werden.

04

Automationen

Schaltungen können mit Tageszeit, Präsenz, Sonnenstand oder anderen Sensoren verbunden werden.

05

Abschaltverzögerung

Peripheriegeräte können nach dem Ausschalten eines Hauptgeräts automatisch getrennt werden.

06

Benachrichtigungen

Je nach System kann ein ungewöhnlicher Verbrauch oder ein abgeschlossener Waschvorgang gemeldet werden.

 
Smart Plugs verbrauchen selbst Strom

Bei einem modernen Gerät mit sehr niedrigem Standby-Verbrauch kann der Eigenverbrauch des Smart Plugs einen Teil der Einsparung aufheben. Besonders sinnvoll sind Smart Plugs deshalb zum Messen, für echte Dauerverbraucher oder für Geräte mit klaren Abschaltzeiten.

 
Maximale Schaltleistung beachten

Elektroheizungen, Heizlüfter, Boiler, Waschmaschinen und andere leistungsstarke Verbraucher dürfen nur über einen Smart Plug betrieben werden, wenn dieser für Lastart, Leistung und Dauerbetrieb ausdrücklich geeignet ist.

Maßnahme 2

Beleuchtung auf LED umstellen

LED-Leuchtmittel benötigen bei vergleichbarer Helligkeit deutlich weniger elektrische Leistung als klassische Glüh- oder viele Halogenlampen. Besonders lohnend ist der Austausch bei häufig und lange genutzten Leuchten.

Vorher

50-Watt-Halogenspot

  • Leistung: 50 Watt
  • Nutzung: 2 Stunden pro Tag
  • Jahresverbrauch: rund 36,5 kWh
  • hohe Wärmeentwicklung
  • vergleichsweise kurze Lebensdauer
Nachher

6-Watt-LED-Spot

  • Leistung: 6 Watt
  • Nutzung: 2 Stunden pro Tag
  • Jahresverbrauch: rund 4,4 kWh
  • deutlich geringere Wärmeverluste
  • lange mögliche Lebensdauer
Rechnerische Ersparnis im Beispiel

Der Austausch reduziert den Verbrauch um ungefähr 32 kWh pro Jahr und Leuchtmittel. Die tatsächliche Ersparnis hängt von Leistung, Nutzungsdauer und Strompreis ab.

 
Zuerst die häufig genutzten Lampen austauschen

Wohnzimmer, Küche, Flur, Büro und Außenbeleuchtung bieten meist ein größeres Sparpotenzial als eine Lampe, die nur wenige Minuten pro Monat eingeschaltet wird.

Licht nur so lange und hell wie erforderlich

Dimmer, Bewegungsmelder und Dämmerungssensoren

Neben der effizienten Lichtquelle beeinflusst vor allem die Brenndauer den Stromverbrauch.

01

Bewegungsmelder

Geeignet für Flure, Treppen, Keller, Garage und ausgewählte Außenbereiche mit kurzer Nutzung.

02

Präsenzmelder

Empfindlichere Erfassung für Büro, Besprechungsraum oder andere länger genutzte Innenräume.

03

Dämmerungsschalter

Schaltet Außen- oder Orientierungslicht abhängig von der tatsächlichen Umgebungshelligkeit.

04

Zeitschaltung

Begrenzt dekorative oder saisonale Beleuchtung auf festgelegte Zeiträume.

05

Dimmer

Reduziert die Helligkeit bei kompatiblen LED-Leuchtmitteln und geeigneter Dimmtechnik.

06

Smart-Home-Szenen

Verbinden Licht mit Anwesenheit, Sonnenuntergang oder einer Alles-aus-Funktion.

 
Nicht jede LED ist dimmbar

Leuchtmittel beziehungsweise Leuchte und Dimmer müssen ausdrücklich kompatibel sein. Mindestlast, Dimmverfahren und Herstellerangaben entscheiden über störungsfreien Betrieb.

Maßnahme 3

Heizung bedarfsgerecht steuern

Bei elektrischen Direktheizungen, Infrarotpaneelen und anderen strombetriebenen Heizgeräten wirken sich Leistung und Laufzeit unmittelbar auf den Stromverbrauch aus.

01

Raumtemperatur prüfen

Heize nur so warm, wie es für Nutzung und Behaglichkeit tatsächlich erforderlich ist.

02

Zeitpläne nutzen

Reduziere die Solltemperatur während längerer Abwesenheit oder nachts passend zum Gebäude.

03

Räume einzeln regeln

Gästezimmer, Büro oder Hobbyraum müssen nicht dauerhaft dieselbe Temperatur wie das Wohnzimmer haben.

04

Fenster berücksichtigen

Beim längeren Lüften sollte die Heizung nicht mit voller Leistung gegen die kalte Außenluft arbeiten.

05

Thermostat richtig positionieren

Direkte Sonne, Zugluft oder Wärmequellen können die gemessene Raumtemperatur verfälschen.

06

Verbrauch kontrollieren

Laufzeiten und Energieverbrauch helfen dabei, ungeeignete Einstellungen oder zu hohen Heizbedarf zu erkennen.

Faustregel zur Raumtemperatur

Eine um 1 °C niedrigere Raumtemperatur kann den Heizenergiebedarf grob um mehrere Prozent reduzieren. Die tatsächliche Einsparung hängt von Gebäude, Außentemperatur, Heizsystem und Nutzungsverhalten ab.

Temperatur automatisch halten

Was bringt ein programmierbares Thermostat?

Ein Thermostat schaltet die Heizung nicht dauerhaft auf einer festen Leistungsstufe ein. Es vergleicht Soll- und Isttemperatur und begrenzt dadurch unnötige Laufzeiten.

Einfach

Steckdosenthermostat

  • für geeignete steckerfertige Heizgeräte
  • ohne Eingriff in die feste Installation
  • Temperaturregelung direkt am Gerät
  • maximale Schaltleistung beachten
Flexibel

Funkthermostat

  • Temperaturfühler frei positionierbar
  • Empfänger steuert das Heizgerät
  • geeignet für einzelne Räume
  • modellabhängig mit Zeitprogramm
Smart

WLAN-Thermostat

  • App-Steuerung
  • Wochenprogramme
  • Fernzugriff
  • modellabhängige Verbrauchsauswertung
 
Ein Thermostat spart nur bei sinnvoller Einstellung

Zu hohe Solltemperaturen oder unnötig lange Komfortzeiten erhöhen den Verbrauch auch mit smarter Steuerung. Der größte Nutzen entsteht durch passende Temperaturen und realistische Zeitpläne.

Warmwasser sicher und bedarfsgerecht betreiben

Boiler und elektrische Warmwasserbereitung

Elektrische Warmwasserbereitung kann einen erheblichen Anteil des Stromverbrauchs verursachen. Änderungen an Temperatur und Betriebszeiten müssen jedoch hygienische und technische Anforderungen berücksichtigen.

01

Warmwasserverbrauch prüfen

Kurzes Duschen, passende Durchflussmengen und bewusste Nutzung reduzieren den Energiebedarf unmittelbar.

02

Temperatur nicht beliebig reduzieren

Zu niedrige Speichertemperaturen können hygienische Risiken verursachen. Herstellerangaben und Fachberatung beachten.

03

Zeitsteuerung prüfen

Bei bestimmten Systemen können Ladezeiten angepasst werden. Das muss zum Gerät, Speichervolumen und Nutzungsprofil passen.

04

Wärmeverluste reduzieren

Gut gedämmte Speicher und kurze Warmwasserleitungen verringern Bereitschafts- und Verteilverluste.

05

Verkalkung beachten

Kalkablagerungen können Funktion und Wärmeübertragung bestimmter Geräte beeinträchtigen.

06

Tarif und Regelung prüfen

Bei speziellen Heizstrom- oder Nachtstromsystemen können feste Freigabezeiten und Tarifbedingungen gelten.

 
Boiler nicht ungeprüft über einen beliebigen Smart Plug schalten

Leistung, Schaltstrom, Gerätesteuerung, Hygieneprogramm und elektrische Installation müssen dafür geeignet sein. Fest angeschlossene Speicher dürfen nicht über eine nachträglich improvisierte Stecklösung gesteuert werden.

Dauerbetrieb richtig einstellen

Strom sparen bei Kühlschrank und Gefriergerät

Kühlgeräte laufen das ganze Jahr. Kleine Verbesserungen können sich deshalb dauerhaft auswirken.

01

Temperatur einstellen

Für das mittlere Kühlfach sind häufig etwa 7 °C ausreichend. Das Gefriergerät wird üblicherweise auf −18 °C eingestellt.

02

Türdichtung prüfen

Beschädigte oder verschmutzte Dichtungen lassen warme Raumluft eindringen.

03

Warme Speisen abkühlen lassen

Stelle keine noch heißen Speisen direkt in den Kühlschrank.

04

Tür kurz öffnen

Ordnung im Gerät verkürzt die Suche und damit die Öffnungszeit.

05

Lüftungsöffnungen freihalten

Die Abwärme des Geräts muss entsprechend der Montageanleitung abgeführt werden können.

06

Starken Eisbelag vermeiden

Gefriergeräte sollten entsprechend den Herstellerangaben abgetaut werden, wenn sich übermäßiges Eis bildet.

 
Kühlgeräte niemals per Zeitschaltuhr abschalten

Die Temperatur würde schwanken, Lebensmittel könnten verderben und der Kompressor müsste nach dem Einschalten erneut stark arbeiten.

Weniger Energie für Wasser und Trocknung

Waschen, Spülen und Trocknen

01

Eco-Programme nutzen

Längere Eco-Programme benötigen häufig weniger Energie, weil Wasser weniger stark beziehungsweise langsamer erwärmt wird.

02

Temperatur passend wählen

Für normal verschmutzte Wäsche reichen je nach Textil und Waschmittel häufig 30 oder 40 °C.

03

Maschine sinnvoll füllen

Nutze das zulässige Fassungsvermögen, ohne die Trommel zu überladen.

04

Hohe Schleuderdrehzahl

Gut geschleuderte Wäsche benötigt im Trockner weniger Energie, sofern die Textilien dafür geeignet sind.

05

Lufttrocknung bevorzugen

Wäscheleine oder Wäscheständer benötigen keinen Trocknerstrom. Räume müssen dabei ausreichend gelüftet werden.

06

Filter reinigen

Flusensieb und weitere Filter sollten entsprechend der Geräteanleitung gepflegt werden.

Arbeitsplatz vollständig abschalten

Strom sparen im Homeoffice

Während der Arbeit

Verbrauch reduzieren

  • Energiesparmodus des Computers aktivieren
  • Bildschirmhelligkeit passend einstellen
  • nicht benötigte Monitore ausschalten
  • Notebook statt leistungsstarkem Desktop nutzen, sofern ausreichend
  • Druckaufträge sammeln
Nach der Arbeit

Arbeitsplatz herunterfahren

  • Computer vollständig herunterfahren
  • Monitor und Lautsprecher abschalten
  • Dockingstation bei längerer Pause trennen
  • Drucker nur bei Bedarf aktivieren
  • schaltbare Steckdosenleiste nutzen
Master-Slave-Leisten nicht für jedes Gerät verwenden

Drucker, Netzwerkgeräte oder Speichersysteme können geordnete Abschaltvorgänge benötigen. Prüfe vor der automatischen Trennung, ob das jeweilige Gerät dafür geeignet ist.

Licht nur bei Dunkelheit und Bedarf

Außenbeleuchtung effizient steuern

Außenleuchten brennen häufig länger als notwendig. Bewegungsmelder, Dämmerungsschalter und Zeitprogramme können die Betriebsdauer deutlich begrenzen.

01

Eingangslicht

Ein Bewegungsmelder aktiviert die Beleuchtung bei Annäherung und schaltet sie nach kurzer Zeit wieder ab.

02

Wegebeleuchtung

Orientierungslicht sollte nur während der tatsächlichen Nutzung eingeschaltet sein.

03

Dekorative Beleuchtung

Fassaden- und Gartenlicht kann zu einer festgelegten Nachtzeit automatisch abgeschaltet werden.

04

Dämmerungsschwelle

Die Einschalthelligkeit sollte so gewählt werden, dass Licht nicht bereits bei leicht bewölktem Tageslicht aktiviert wird.

05

Nachlaufzeit

Zu lange Einschaltzeiten erhöhen Verbrauch und unnötige Lichtemissionen.

06

Erfassungsbereich

Straße, Nachbargrundstück, Tiere oder bewegte Pflanzen sollten möglichst keine dauernden Fehlauslösungen verursachen.

Ersparnis selbst überschlagen

Wie berechnet man Stromverbrauch und Kosten?

Mit Leistung, Laufzeit und Strompreis kannst Du das mögliche Sparpotenzial einfach abschätzen.

Verbrauch

Kilowattstunden berechnen

Verbrauch = Leistung in kW × Laufzeit in Stunden

Beispiel für 5 Watt Dauerleistung:

0,005 kW × 24 h × 365 Tage = 43,8 kWh pro Jahr

Kosten

Verbrauch mit Strompreis multiplizieren

Kosten = Verbrauch in kWh × persönlicher Strompreis

Bei beispielhaften 0,30 Euro je kWh:

43,8 kWh × 0,30 Euro = 13,14 Euro pro Jahr

Mehrere kleine Dauerverbraucher addieren

Ein einzelnes Gerät verursacht möglicherweise nur geringe Kosten. Zehn Geräte mit jeweils 5 Watt Dauerleistung würden gemeinsam jedoch ungefähr 438 kWh pro Jahr benötigen.

 
Mit dem persönlichen Gesamtstrompreis rechnen

Für eine realistische Kostenschätzung sollten die verbrauchsabhängigen Bestandteile der eigenen Stromrechnung verwendet werden.

Verbrauch messen und automatisch reduzieren

Elektromaterial für einen energiesparenden Haushalt

Passende Mess-, Schalt- und Steuerlösungen helfen dabei, Verbrauch sichtbar zu machen und Geräte nur bei tatsächlichem Bedarf zu betreiben.

Messen

Energiekostenmessgeräte

Ermittle Leistungsaufnahme und Verbrauch steckerfertiger Geräte, bevor Du eine Abschaltlösung kaufst.

Messgeräte im Sortiment suchen
Schalten

Schaltbare Steckdosen

Trenne geeignete Geräte vollständig vom Netz oder begrenze ihre Betriebszeiten.

Schaltlösungen entdecken
Automatisieren

Smart-Home-Aktoren

Verbinde Verbraucher mit Zeitplänen, Präsenz, Szenen oder einer zentralen Alles-aus-Funktion.

Smart-Home-Produkte ansehen
Beleuchten

LED und Lichtsteuerung

Reduziere Leistung und Brenndauer mit effizienten Leuchten, Sensoren und kompatiblen Dimmern.

Beleuchtung entdecken
Regeln

Thermostate

Steuere Infrarotheizungen und andere geeignete Heizsysteme passend zu Raumtemperatur und Nutzungszeit.

Thermostate ansehen
Erkennen

Bewegungs- und Dämmerungsmelder

Schalte Innen- und Außenbeleuchtung nur bei Anwesenheit und ausreichender Dunkelheit ein.

Sensoren entdecken
Sparen ohne Komfort- oder Sicherheitsprobleme

Typische Fehler beim Stromsparen

01

Alles pauschal abschalten

Router, Alarmanlage oder Smart-Home-Zentrale verlieren wichtige Funktionen.

02

Smart Plug ohne Messung kaufen

Der Eigenverbrauch der Schaltsteckdose ist ähnlich hoch wie der vermiedene Standby-Verbrauch.

03

Hohe Lasten über Steckdosenleisten führen

Heizgeräte oder andere leistungsstarke Verbraucher überlasten ungeeignete Leisten und Steckverbindungen.

04

Nur nach Watt vergleichen

Bei Beleuchtung werden Helligkeit, Lichtfarbe, Abstrahlwinkel und Farbwiedergabe nicht berücksichtigt.

05

Ungeeigneten LED-Dimmer verwenden

Leuchtmittel flackern, brummen oder lassen sich nicht sauber regeln.

06

Heizung zu stark absenken

Behaglichkeit, Feuchteverhalten oder Wiederaufheizzeit werden nicht berücksichtigt.

07

Boiler unhygienisch betreiben

Temperaturen oder Betriebszeiten werden ohne Beachtung von Hersteller- und Hygienevorgaben verändert.

08

Nur auf Anschaffungskosten achten

Eigenverbrauch, Lebensdauer, Kompatibilität und tatsächliche Einsparung bleiben unberücksichtigt.

Heute starten

Stromspar-Checkliste für Deinen Haushalt

In 30 Minuten

Schneller Haushaltscheck

  • unnötige Leuchten ausschalten
  • alte Halogenlampen erfassen
  • Standby-Geräte im Wohnzimmer notieren
  • Homeoffice nach Arbeitsende abschalten
  • Kühltemperatur kontrollieren
  • Gefrierschrank auf −18 °C prüfen
  • Heiztemperaturen kontrollieren
  • Außenlicht auf unnötigen Dauerbetrieb prüfen
In einer Woche

Verbrauch systematisch messen

  • TV-Bereich im Standby messen
  • Computerarbeitsplatz messen
  • Kühlschrank über mehrere Tage messen
  • Waschmaschine pro Waschgang messen
  • Smart-Plug-Eigenverbrauch berücksichtigen
  • Heizungszeitpläne anpassen
  • Sensor-Nachlaufzeiten optimieren
  • Ergebnisse mit Stromrechnung vergleichen
 
Verbrauch vor und nach der Maßnahme vergleichen

Notiere Messwerte, Einstellungen und Nutzungszeiten. Dadurch erkennst Du, welche Änderung tatsächlich etwas gebracht hat und wo weitere Optimierungen sinnvoll sind.

Häufige Fragen verständlich beantwortet

Fragen zum Stromsparen im Haushalt

Welche Maßnahme spart sofort am meisten Strom?

Das hängt vom vorhandenen Verbrauch ab. Häufig bieten alte Beleuchtung, elektrische Heizgeräte, Warmwasserbereitung und echte Dauerverbraucher ein größeres Potenzial als moderne Geräte mit sehr niedrigem Standby-Verbrauch.

Wie finde ich Stromfresser?

Steckerfertige Geräte können mit einem Energiekostenmessgerät oder einem geeigneten Smart Plug mit Messfunktion überprüft werden. Bei wechselndem Verbrauch sollte über mehrere Stunden oder Tage gemessen werden.

Wie viel verbraucht ein Gerät mit 5 Watt im Dauerbetrieb?

Bei durchgehendem Betrieb benötigt es ungefähr 43,8 kWh pro Jahr. Die Kosten ergeben sich aus diesem Verbrauch multipliziert mit dem persönlichen Strompreis.

Sollte man alle Geräte nachts ausschalten?

Nein. Kühlgeräte, Router mit Telefonfunktion, Alarmanlagen, Smart-Home-Zentralen und andere Geräte mit dauerhafter Aufgabe sollten nicht pauschal abgeschaltet werden.

Lohnt sich ein Smart Plug zum Stromsparen?

Ja, wenn damit ein relevanter Verbrauch gemessen oder vermieden wird. Bei Geräten mit sehr niedrigem Standby-Verbrauch kann der Eigenverbrauch des Smart Plugs einen Teil der Einsparung aufheben.

Spart eine LED wirklich viel Strom?

Gegenüber klassischen Glüh- oder vielen Halogenlampen kann der Verbrauch bei vergleichbarer Helligkeit stark sinken. Entscheidend sind Leistungsaufnahme und tatsächliche Brenndauer.

Kann jede LED gedimmt werden?

Nein. Leuchtmittel beziehungsweise Leuchte müssen ausdrücklich dimmbar sein und zum eingesetzten Dimmer passen.

Wie viel spart 1 °C weniger Raumtemperatur?

Als grobe Faustregel werden häufig mehrere Prozent weniger Heizenergie genannt. Die tatsächliche Einsparung hängt von Dämmung, Gebäude, Außentemperatur und Heizsystem ab.

Lohnt sich ein smarter Thermostat bei einer Elektroheizung?

Ein geeigneter Thermostat kann unnötige Laufzeiten vermeiden und die Temperatur passend zur Nutzung regeln. Er verändert jedoch nicht die Leistungsaufnahme des Heizgeräts während des aktiven Betriebs.

Kann ich den Boiler mit einer Zeitschaltuhr betreiben?

Nur wenn Gerät, Leistung, Installation und Herstellerangaben dies zulassen. Zusätzlich müssen Warmwasserkomfort und hygienisch ausreichende Temperaturen berücksichtigt werden.

Sollte man den Router nachts ausschalten?

Nur wenn nachts keine Telefonie, Alarmanlage, Smart-Home-Steuerung, Überwachung oder automatischen Updates darüber benötigt werden. Häufig ist es sinnvoller, nur nicht benötigte Repeater oder Zusatzgeräte abzuschalten.

Welche Temperatur sollte der Kühlschrank haben?

Im mittleren Kühlfach sind häufig ungefähr 7 °C ausreichend. Das Gefrierfach beziehungsweise Gefriergerät wird üblicherweise auf −18 °C eingestellt.

Brauche ich für Stromsparmaßnahmen einen Elektriker?

Steckerfertige Messgeräte, geeignete Smart Plugs und schaltbare Steckdosenleisten können entsprechend ihrer Anleitung verwendet werden. Unterputz-Aktoren, Dimmer, fest angeschlossene Thermostate und Änderungen an der Elektroinstallation müssen fachgerecht ausgeführt und geprüft werden.

Verbrauch messen, steuern und reduzieren

Elektromaterial für einen effizienteren Haushalt entdecken

Finde Messgeräte, Schaltlösungen, LED-Beleuchtung, Sensoren, Thermostate und Smart-Home-Produkte für eine bedarfsgerechte Energienutzung.

 

Wichtiger Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Produktauswahl. Die tatsächliche Einsparung hängt von Geräten, Nutzungsdauer, Gebäude, Einstellungen und persönlichem Strompreis ab. Leistungsstarke Verbraucher dürfen nur über Mess-, Schalt- oder Smart-Home-Geräte betrieben werden, die für die jeweilige Last ausdrücklich geeignet sind. Änderungen an fest installierten Dimmern, Aktoren, Thermostaten, Stromkreisen oder anderen Teilen der elektrischen Anlage müssen entsprechend den geltenden Vorgaben und Herstellerangaben durch entsprechend qualifizierte beziehungsweise berechtigte Fachpersonen ausgeführt und geprüft werden.

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