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Elektroinstallation an gedämmten Fassaden richtig planen

Elektroinstallation im WDVS: Steckdosen, Schalter und Außenleuchten richtig montieren

Du möchtest Steckdosen, Schalter, Außenleuchten, Bewegungsmelder oder andere Geräte an einer gedämmten Fassade montieren? Bei einem Wärmedämmverbundsystem solltest Du dafür keine gewöhnlichen Installationsdosen oder improvisierte Befestigungen verwenden. Spezielle Gerätedosen und Montageplatten schaffen eine stabile Montageebene und helfen dabei, unnötige Wärmebrücken und Schäden an der Dämmung zu vermeiden.

Das Wichtigste auf einen Blick
  • spezielle Gerätedosen für gedämmte Fassaden verwenden
  • Montageplatten für Leuchten, Sensoren und Geräte einplanen
  • Dämmstärke bereits vor der Montage kennen
  • mechanische Last und Leitungsführung berücksichtigen
  • Basic- und Komplettset erleichtern die Produktauswahl
Dämmung und Elektroinstallation müssen zusammenpassen

Warum braucht man spezielle Gerätedosen für Wärmedämmung?

Bei einem Wärmedämmverbundsystem liegt zwischen der massiven Außenwand und der fertigen Fassadenoberfläche eine Dämmschicht. Steckdosen, Schalter, Leuchten und andere Geräte können deshalb nicht einfach wie an einer ungedämmten Wand befestigt werden.

Eine normale Unterputzdose bietet innerhalb der Dämmung weder automatisch eine geeignete mechanische Befestigung noch eine abgestimmte Montageebene.

  • Dämmung nicht unnötig zusammendrücken
  • stabile Befestigung bis zum tragfähigen Untergrund herstellen
  • Leitungsführung frühzeitig planen
  • geeignete Montagefläche für das Gerät schaffen
  • thermische Schwachstellen möglichst reduzieren
Elektroinstallation an einer gedämmten Fassade
 
Nicht einfach durch die Dämmung schrauben

Eine ungeplante Befestigung kann die Dämmung zusammendrücken, die Fassade beschädigen oder eine unzureichende mechanische Befestigung verursachen. Für Geräte an einem WDVS sollten dafür vorgesehene Montageelemente verwendet werden.

Die Dämmhülle möglichst geschlossen halten

Was ist eine Wärmebrücke?

Eine Wärmebrücke ist ein Bereich eines Bauteils, an dem Wärme leichter nach außen beziehungsweise innen transportiert wird als in der angrenzenden Konstruktion.

Durch ungünstige Einbauten oder Befestigungen kann die thermische Wirkung einer Fassadendämmung lokal verschlechtert werden.

01

Lokaler Wärmeverlust

Ein thermisch ungünstiger Einbau kann dazu führen, dass an dieser Stelle mehr Wärme übertragen wird.

02

Kältere Innenoberfläche

Je nach Konstruktion kann eine Wärmebrücke zu niedrigeren Oberflächentemperaturen auf der Innenseite beitragen.

03

Kondensationsrisiko

Bei ausreichend niedriger Oberflächentemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit kann sich die Feuchtebelastung lokal erhöhen.

04

Mechanische Schwachstelle

Improvisierte Befestigungen können zusätzlich zu thermischen Problemen auch die Fassadenoberfläche belasten.

Spezielle WDVS-Montagesysteme reduzieren das Risiko – sie machen eine Konstruktion nicht automatisch vollständig wärmebrückenfrei

Entscheidend ist immer das Gesamtsystem aus Wand, Dämmung, Montageelement, Befestigung, Leitungsführung und fachgerechter Ausführung.

Dämmung als mehrschichtiger Fassadenaufbau

Was ist ein Wärmedämmverbundsystem?

Ein Wärmedämmverbundsystem – kurz WDVS – besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Schichten, die auf einer Außenwand aufgebaut werden.

01

Tragende Außenwand

Sie bildet den massiven Untergrund der Konstruktion.

02

Dämmschicht

Dämmplatten reduzieren den Wärmestrom zwischen Innen- und Außenbereich.

03

Armierung

Armierungsschicht und Gewebe stabilisieren die Oberfläche.

04

Fassadenoberfläche

Der abschließende Putz beziehungsweise die Beschichtung schützt und gestaltet die Fassade.

 
Elektrokomponenten sollten bereits bei der Fassadenplanung berücksichtigt werden

Je früher feststeht, wo Steckdosen, Außenleuchten, Kameras oder Bewegungsmelder montiert werden, desto sauberer können Montageelemente und Leitungswege in den Fassadenaufbau integriert werden.

Gerätedose oder Montageplatte?

Welche PXE-Lösung brauche ich?

Schalter & Steckdose

PXE Gerätedose

Für klassische Einbaugeräte wie Schalter oder Steckdosen wird eine dafür vorgesehene Gerätedose benötigt.

  • Steckdose
  • Lichtschalter
  • Taster
  • Datendose
  • weitere geeignete Einbaugeräte
Kleine Aufputzgeräte

Montageplatte 125 × 125 mm

Für Geräte, die eine flächige Befestigung benötigen und nicht in einer klassischen Gerätedose montiert werden.

  • kleinere Außenleuchten
  • Bewegungsmelder
  • Sensoren
  • kleine Kameras
  • vergleichbare Geräte
Größere Geräte

Kombi-Montageplatte 300 × 300 mm

Für Geräte mit größerem Montagefuß oder höherem Platzbedarf.

  • größere Außenleuchten
  • Kamerasysteme
  • kleine Gehäuse
  • Verteiler beziehungsweise Aufputzgeräte
  • weitere geeignete Anwendungen
 
Nicht nach dem Gerätetyp allein entscheiden

Montageplatte, Tragfähigkeit, Befestigungspunkte und Größe müssen zum konkreten Gerät passen. Herstellerangaben von Montageelement und Gerät sind gemeinsam zu beachten.

Basis für einzelne Installationsgeräte

PXE Gerätedose Wärmedämmung 250 mm

Für Steckdosen und Schalter in gedämmten Fassaden

Die PXE Gerätedose ist für Installationen innerhalb einer Wärmedämmung vorgesehen und bildet eine stabile Aufnahme für klassische Installationsgeräte.

  • für Dämmstärken von etwa 50 bis 250 mm
  • für einzelne Schalter oder Steckdosen
  • am tragfähigen Untergrund befestigbar
  • auf die Dämmstärke anpassbar
  • mit passenden Zusatzdosen erweiterbar
Die Gerätedose ist das Grundelement für Mehrfachkombinationen

Sollen mehrere Installationsgeräte nebeneinander montiert werden, kann das System mit den dafür vorgesehenen zusätzlichen Gerätedosen erweitert werden.

Mehrfachkombinationen flexibel erweitern

PXE Gerätedose 1-fach Wärmedämmung

Für Steckdosen- und Schalterkombinationen

Die Zusatzdose wird verwendet, um das PXE-System um weitere Gerätestellen zu erweitern.

  • Erweiterung einer vorhandenen PXE Gerätedose
  • für Mehrfachkombinationen
  • Schalter und Steckdosen kombinierbar
  • flexible Projektplanung
  • passend zum PXE-System
 
Mehrfachrahmen bereits vor der Fassadenfertigstellung planen

Anzahl, Orientierung und Position der Steckdosen beziehungsweise Schalter sollten vor dem endgültigen Einbau feststehen.

Kompakte Montagefläche für Aufputzgeräte

PXE Montageplatte 125 × 125 mm

Für kleinere Geräte an der gedämmten Fassade

Die kompakte Montageplatte schafft eine definierte Befestigungsfläche innerhalb beziehungsweise vor der Wärmedämmung.

  • Montagefläche 125 × 125 mm
  • für geeignete Dämmstärken bis etwa 250 mm
  • für kleinere Leuchten und Sensoren
  • für Bewegungsmelder und ähnliche Geräte
  • stabile Befestigung zum Untergrund
Gerätegröße und Befestigungsbild vorher kontrollieren

Der Montagefuß des späteren Geräts muss vollständig und sinnvoll auf der vorhandenen Montagefläche befestigt werden können.

Große Montagefläche für umfangreichere Geräte

PXE Kombi-Montageplatte 300 × 300 mm

Mehr Platz für größere Außenkomponenten

Die große Kombi-Montageplatte bietet eine umfangreichere Befestigungsfläche für Geräte, die mit einer kleinen Montageplatte nicht sinnvoll befestigt werden können.

  • große Montagefläche 300 × 300 mm
  • für größere Montagefüße
  • für Außenleuchten und geeignete Gehäuse
  • flexible Positionierung der Befestigungspunkte
  • zusätzliche kleine Montagefläche im System
 
Große Montageplatte bedeutet nicht unbegrenzte Tragfähigkeit

Gewicht, Hebelwirkung, Windlast, Schrauben, Befestigungspunkte und Montageuntergrund müssen zur vorgesehenen Anwendung passen. Die zulässigen Belastungen des Systems sind zu beachten.

Von der Steckdose bis zur Kamera

Welche Geräte werden an einer gedämmten Fassade montiert?

01

Außensteckdosen

Für Garten, Terrasse, Wartung oder elektrische Geräte im Außenbereich.

02

Lichtschalter und Taster

Zum Schalten von Außenbeleuchtung oder technischen Einrichtungen.

03

Außenleuchten

Fassadenleuchten benötigen eine stabile und dauerhaft geeignete Befestigungsfläche.

04

Bewegungsmelder

Kleinere Sensoren können auf einer geeigneten Montageplatte befestigt werden.

05

Kameras

Kameras benötigen eine stabile Montage und je nach Modell zusätzlich Netzwerk- oder Stromversorgung.

06

Klingel und Gegensprechanlage

Auch Türkommunikation sollte bei der Fassadenplanung frühzeitig berücksichtigt werden.

07

Kleine Verteiler und Gehäuse

Bei größeren Gehäusen muss die mechanische Belastbarkeit besonders geprüft werden.

08

Sensorik und Smart Home

Wetter-, Helligkeits- oder andere Sensoren können ebenfalls eine definierte Montagefläche benötigen.

Die Tiefe des Fassadenaufbaus entscheidet

Warum muss die Dämmstärke bekannt sein?

Montageelemente für Wärmedämmverbundsysteme müssen die Strecke zwischen tragfähigem Wanduntergrund und fertiger Fassadenoberfläche überbrücken.

01

Dämmstoffdicke

Sie bestimmt einen wesentlichen Teil der benötigten Einbautiefe.

02

Kleber und Ausgleich

Auch zusätzliche Schichten können die endgültige Position beeinflussen.

03

Armierung und Putz

Die fertige Fassadenoberfläche liegt vor dem eigentlichen Dämmstoff.

04

Geräteposition

Die Montagefläche muss später passend zur fertigen Außenoberfläche sitzen.

Nicht nur die nominelle Dämmstoffstärke messen

Für die Montageplanung sollte der gesamte relevante Fassadenaufbau beziehungsweise die tatsächliche Entfernung bis zur fertigen Oberfläche berücksichtigt werden.

Strom und Daten rechtzeitig zur richtigen Stelle führen

Leitungsführung im Bereich der Wärmedämmung

Die Leitungsführung sollte bereits vor dem Anbringen der Fassadendämmung geplant werden. Nach Fertigstellung der Fassade sind Änderungen deutlich aufwendiger.

01

Versorgung festlegen

Benötigt das Gerät 230 V, Kleinspannung, Netzwerk oder mehrere Anschlüsse?

02

Leitungslänge planen

Ausreichende Reserve für den späteren fachgerechten Anschluss vorsehen.

03

Einführung abdichten

Leitungs- und Rohreinführungen müssen entsprechend dem vorgesehenen System ausgeführt werden.

04

Keine scharfen Kanten

Leitungen dürfen beim Einbau oder durch Bauteile nicht beschädigt werden.

05

Außenbereich beachten

Leitungen und Zubehör müssen für die jeweilige Umgebung und Montageart geeignet sein.

06

Spätere Erweiterungen bedenken

Bei Kamera, Klingel oder Sensorik kann eine zusätzliche Datenleitung sinnvoll sein.

Dämmstoff ist kein tragfähiger Untergrund

Warum ist die mechanische Befestigung so wichtig?

Eine Fassadendämmung dient der Wärmedämmung und ist nicht automatisch dafür ausgelegt, elektrische Geräte dauerhaft zu tragen.

Leichtes Gerät

Sensor oder kleine Leuchte

  • geringes Eigengewicht
  • kleiner Montagefuß
  • geringe Hebelwirkung
  • passende kleine Montageplatte möglich
Größeres Gerät

Große Leuchte oder Gehäuse

  • höheres Eigengewicht
  • größerer Montagefuß
  • mögliche Windbelastung
  • höhere Hebelkräfte
  • größere beziehungsweise belastbarere Lösung erforderlich
 
Befestigung bis in den tragfähigen Untergrund planen

Das Montageelement muss entsprechend seiner vorgesehenen Anwendung montiert werden. Befestigungsmittel und Untergrund müssen zur auftretenden Belastung passen.

Am besten vor Fertigstellung der Fassade

Elektroinstallation im WDVS richtig planen

01

Geräteposition festlegen

Steckdose, Leuchte, Kamera oder Sensor exakt positionieren.

02

Dämmstärke ermitteln

Gesamten relevanten Fassadenaufbau berücksichtigen.

03

Passendes PXE-Element auswählen

Gerätedose, kleine Montageplatte oder große Kombi-Montageplatte auswählen.

04

Leitung zuführen

Benötigte Energie- und Datenleitungen vorbereiten.

05

Montageelement befestigen

Element entsprechend Herstellerangaben am tragfähigen Untergrund befestigen und ausrichten.

06

Dämmung sauber anschließen

Dämmplatten beziehungsweise Fassadenschichten passend an das Montageelement anschließen.

07

Fassadenoberfläche herstellen

Armierung und Putz fachgerecht um das Montageelement ausführen.

08

Elektrogerät montieren

Nach Fertigstellung der Fassade erfolgt die fachgerechte Montage und der elektrische Anschluss des Betriebsmittels.

 
Alle Außenkomponenten vor dem Fassadenbau einzeichnen

Steckdosen, Außenlicht, Kameras, Klingel, Sensoren und mögliche spätere Erweiterungen sollten gemeinsam geplant werden. Nachträgliche Änderungen am fertigen WDVS sind deutlich aufwendiger.

Passende Komponenten bereits zusammengestellt

PXE Sets für Wärmedämmung

Wer eine typische Elektroinstallation an einer gedämmten Fassade plant, kann die benötigten PXE-Komponenten auch als vorkonfigurierte Sets bestellen.

Basic

PXE Set für Wärmedämmung – Basic

Das Basic-Set eignet sich für kleinere Projekte beziehungsweise typische Einzelinstallationen an einer gedämmten Fassade.

  • praktische Grundausstattung
  • für typische WDVS-Installationen
  • weniger Einzelkomponenten zusammensuchen
  • ideal als Einstieg in das PXE-System
  • Set-Inhalt vor Bestellung mit dem Projekt abgleichen
Komplett

PXE Set für Wärmedämmung – Komplett

Das Komplett-Set bietet eine umfangreichere Zusammenstellung für Projekte mit mehreren unterschiedlichen Montageaufgaben.

  • umfangreichere Ausstattung
  • für mehrere Installationssituationen
  • Gerätedosen und Montageelemente gemeinsam planen
  • ideal für größere Fassadenprojekte
  • Set-Inhalt mit Geräteanzahl und Dämmstärke abgleichen
 
Basic oder Komplett?

Für einzelne Steckdosen oder kleinere Projekte reicht häufig eine überschaubare Grundausstattung. Bei mehreren Steckdosen, Leuchten, Bewegungsmeldern oder weiteren Fassadengeräten lohnt sich eine umfangreichere Planung mit dem Komplett-Set.

PXE-System passend zum Projekt zusammenstellen

Gerätedosen und Montageplatten für Wärmedämmung

01

PXE Gerätedose 250 mm

Grundelement für einzelne Steckdosen, Schalter und weitere geeignete Einbaugeräte.

02

PXE Zusatzdose 1-fach

Zur Erweiterung von Mehrfachkombinationen innerhalb des PXE-Systems.

03

Montageplatte 125 × 125

Kompakte Befestigungsfläche für geeignete Sensoren, Bewegungsmelder und kleinere Leuchten.

04

Kombi-Montageplatte 300 × 300

Große Montagefläche für Geräte mit größerem Befestigungsbedarf.

Fassade und Elektroinstallation gemeinsam betrachten

Typische Fehler bei Elektroinstallationen im WDVS

01

Normale Unterputzdose verwenden

Eine gewöhnliche Gerätedose wird ohne geeignetes Montagesystem innerhalb der Dämmung eingesetzt.

02

Direkt in die Dämmung schrauben

Das Gerät besitzt keine dauerhaft geeignete mechanische Befestigung zum tragfähigen Untergrund.

03

Dämmung zusammendrücken

Montageteile werden so befestigt, dass die Dämmschicht lokal stark komprimiert wird.

04

Dämmstärke falsch bestimmen

Das Montageelement endet später zu tief oder ragt über die fertige Fassade hinaus.

05

Zu kleine Montageplatte wählen

Der Gerätefuß kann nicht vollständig oder sicher befestigt werden.

06

Gewicht unterschätzen

Große Leuchten, Kameras oder Gehäuse verursachen höhere Kräfte als ursprünglich eingeplant.

07

Leitungsführung zu spät planen

Nach Fertigstellung der Fassade müssen Leitungswege nachträglich geöffnet werden.

08

Nur auf Wärmebrücken achten

Mechanische Stabilität, Abdichtung, UV- und Wettereignung des späteren Betriebsmittels werden übersehen.

Vor Fassadenbau und Bestellung prüfen

WDVS Elektroinstallations-Checkliste

Projektplanung

Was wird an der Fassade benötigt?

  • Wie viele Außensteckdosen?
  • Wie viele Schalter oder Taster?
  • Welche Außenleuchten?
  • Bewegungsmelder geplant?
  • Kameras vorgesehen?
  • Klingel oder Gegensprechanlage?
  • Sensoren oder Smart Home?
  • spätere Erweiterungen berücksichtigen?
Montage

Passt das PXE-System?

  • Dämmstärke bekannt?
  • Gerätedose oder Montageplatte?
  • Montagefläche ausreichend groß?
  • Gerätegewicht bekannt?
  • tragfähiger Untergrund vorhanden?
  • Leitungsweg geplant?
  • Montageposition exakt festgelegt?
  • Herstellerangaben geprüft?
Häufige Fragen verständlich beantwortet

Fragen zur Elektroinstallation in Wärmedämmung und WDVS

Kann ich eine normale Unterputzdose in einer Fassadendämmung verwenden?

Für Installationen innerhalb eines Wärmedämmverbundsystems sollten dafür vorgesehene Montage- und Dosensysteme verwendet werden. Eine normale Unterputzdose bietet innerhalb der Dämmung nicht automatisch eine geeignete Befestigung und thermisch abgestimmte Einbausituation.

Was ist eine Gerätedose für Wärmedämmung?

Eine Gerätedose für Wärmedämmung schafft eine definierte und stabile Einbauposition für Schalter, Steckdosen oder andere geeignete Installationsgeräte innerhalb einer gedämmten Fassadenkonstruktion.

Was ist eine WDVS-Montageplatte?

Eine Montageplatte schafft eine tragfähige Befestigungsfläche für Aufputzgeräte wie Außenleuchten, Bewegungsmelder, Kameras oder andere geeignete Komponenten.

Warum soll man Geräte nicht direkt in die Dämmung schrauben?

Dämmstoff ist nicht automatisch ein geeigneter tragfähiger Montageuntergrund. Außerdem kann eine ungeeignete Befestigung die Dämmung lokal zusammendrücken oder die Fassadenoberfläche belasten.

Kann eine falsche Elektroinstallation eine Wärmebrücke verursachen?

Ein thermisch ungünstiger Einbau kann die Wirkung der Dämmschicht lokal verschlechtern. Deshalb sollten geeignete Montageelemente verwendet und der gesamte Fassadenaufbau berücksichtigt werden.

Welche PXE-Lösung brauche ich für eine Außensteckdose?

Für eine klassische Unterputz-Außensteckdose innerhalb des Systems wird eine passende PXE Gerätedose verwendet. Das spätere Steckdosenprogramm muss zusätzlich für den Außenbereich und die jeweilige Wasserbelastung geeignet sein.

Welche Montageplatte brauche ich für eine Außenleuchte?

Das hängt von Größe, Gewicht und Befestigungsfuß der Leuchte ab. Für kleinere Geräte kann eine 125 × 125 mm Montageplatte ausreichend sein. Größere Geräte können eine größere Montagefläche benötigen.

Kann ich einen Bewegungsmelder an einer Wärmedämmung befestigen?

Ja, mit einem geeigneten Montageelement. Für kleinere Bewegungsmelder kann beispielsweise eine dafür passende Montageplatte eingesetzt werden.

Kann ich eine Kamera an einem WDVS befestigen?

Ja, sofern ein geeignetes Montageelement verwendet wird und Gewicht, Befestigungsbild, Windbelastung sowie Leitungsführung berücksichtigt werden.

Für welche Dämmstärke ist das PXE-System geeignet?

Die hier vorgestellten PXE-Elemente sind für unterschiedliche Dämmstärken bis etwa 250 mm vorgesehen. Maßgeblich ist die Angabe des jeweiligen Produkts.

Kann man mehrere Steckdosen mit dem PXE-System montieren?

Ja. Das System kann mit dafür vorgesehenen Zusatzdosen zu Mehrfachkombinationen erweitert werden.

Was ist der Unterschied zwischen dem PXE Basic- und Komplett-Set?

Das Basic-Set ist für eine kleinere beziehungsweise grundlegende WDVS-Installation zusammengestellt. Das Komplett-Set bietet eine umfangreichere Auswahl für mehrere beziehungsweise unterschiedliche Montageaufgaben. Der konkrete Set-Inhalt sollte mit dem eigenen Projekt abgeglichen werden.

Muss die Dämmstärke vor der Montage bekannt sein?

Ja. Die Einbautiefe des Montageelements muss zur tatsächlichen Fassadenkonstruktion und zur späteren fertigen Oberfläche passen.

Kann ich die PXE-Elemente nachträglich in eine fertige Fassade einbauen?

Nachträgliche Installationen können je nach Fassadenaufbau möglich sein, sind jedoch deutlich aufwendiger. Bei einem Neubau oder einer Sanierung sollten die Montageelemente möglichst bereits während des Fassadenaufbaus eingeplant werden.

Ist ein WDVS-Montageelement automatisch wasserdicht?

Nein. Die Eignung des später montierten elektrischen Betriebsmittels für Regen, Feuchtigkeit und Außenbedingungen muss separat anhand seiner Schutzart und Herstellerfreigabe beurteilt werden.

Elektroinstallation und Fassadendämmung sauber verbinden

PXE Gerätedosen, Montageplatten und fertige Sets entdecken

Plane Steckdosen, Schalter, Außenleuchten, Bewegungsmelder und weitere Fassadengeräte mit passenden Montageelementen – abgestimmt auf Dämmstärke und Anwendung.

Wichtiger Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Produktauswahl. Wärmedämmverbundsysteme, Fassadenaufbauten, Untergründe, Dämmstoffe und Montagebedingungen können sich erheblich unterscheiden. Die Auswahl und Montage von Gerätedosen und Montageplatten muss zum jeweiligen Fassadensystem, zur Dämmstärke, zum Untergrund und zur mechanischen Belastung passen. Herstellerangaben des WDVS, der Montageelemente und der später montierten Geräte sind einzuhalten. Planung, Leitungsführung, Anschluss, Schutzmaßnahmen und Prüfung der festen Elektroinstallation müssen entsprechend den geltenden gesetzlichen Vorgaben und technischen Regeln durch entsprechend qualifizierte beziehungsweise berechtigte Fachpersonen durchgeführt werden.

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